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  • AutorenbildAnita

Schmeckt dir Schokolade?

Wer mag sie nicht, die guten, süssen Schweizer Schokoladetafeln mit Milch, Nüssen, Zartbitter oder wie auch immer. Schokolade ist einfach göttlich! Ja, das war sie schon immer, allerdings nicht so zuckersüss wie heute.

Am Donnerstag machten wir unseren ersten Erlebnis-Sachkunde-Unterricht mit den Mädchen und gingen auf den Cacao Trail Tayku bei uns in Cahuita. Die Kakaofrüchte wachsen in tropisch heissen Gebieten, so auch in Costa Rica. In der Karibik wachsen 3 Kakaosorten, die alle zu Kakao verarbeitet werden. Der Kakao-Baum kann mehrere Fruchtstadien gleichzeitig haben, es gibt also Blüten und Früchte in allen möglichen Grössen an einem Baum.

Stellt euch vor, ich weiss jetzt auch, warum es sooooo viele Mücken auf diesen Kakaoplantagen gibt! Die Blüten werden nämlich nicht von Bienen bestäubt, sondern von Mücken!

Die Kakaofrucht hat ein weisses, Litschi ähnliches säuerliches Fruchtfleisch, das den Kern, die Kakaobohne, umhüllt. Die Bohnen werden ca.1 Woche fermentiert und dann nochmals 1 Woche in der Sonne getrocknet.












Anschliessend werden sie auf dem Feuer geröstet. Nun muss noch die Schale entfernt werden und dann werden die Bohnen gemahlen (durch den Fleischwolf gedreht). So entsteht Kakao.


Für die indigene Kultur ist auch hier der Kakao ein heiliges Getränk, wird sogar als „Blut des Lebens“ bezeichnet. Wer sich jetzt eine leckere Milch mit ganz viel süsser „Schoggi“ vorstellt, der irrt sich gewaltig. Das heilige Blut ist ein dunkler, öliger und bitterer Kakao-Brei, der mit Wasser zu einem Getränk gekocht wird. Für unsere Geschmacknerven eine Herausforderung!



Aber es gibt ja so allerhand, was man diesem Kakao-Brei hinzufügen kann, um ihn schmackhaft zu machen. Das hatten sie uns auf dem Degustationstisch sehr schön vorbereitet. Um den Brei zu süssen und schmackhaft zu machen wird Rohrzucker verwendet und Vanillepaste. Für Milchschokolade-Liebhaber kommt noch Milchpulver hinzu. Ganz lecker schmeckt der Kakao mit Chili oder Früchten jeglicher Art. Würde man den Kakaobrei in eine Form geben und aushärten lassen, hätte man die uns bekannte Tafelschokolade.


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